Temperaturmarken: für jedes Pixel kann die Temperatur festgestellt werden

Osterfeuer 2008

Wärmeverluste an Gebäuden können mit einer IR-Kamera erfaßt werden. Infrarotkameras lassen elektromagnetische Strahlung erkennen, die vom menschlichen Auge und von der herkömmlichen Foto- und Videotechnik nicht wahrgenommen werden kann.

Ein Thermographie-Foto stellt die verschiedenen Oberflächentemperaturen auf den Bauteilen eines Gebäudes farbig dar. Schwachstellen an Bauteilen oder –elementen werden dabei klar sichtbar. Die Wärmestrahlung am Erker in diesem Beispiel ist auf Sonneneinstrahlung zurückzuführen, das Fenster darunter ist geöffnet und es entweicht Wärme.

Die IR-Fotografie kann verwendet werden, um festzustellen, ob Bauleistungen richtig ausgeführt wurden. Am Beispiel ist zu erkennen, dass die Wand unter der Fensterbank ein Wärmeleck aufweist.

Ein besonderes Problem der Wärmedämmung sind Raumecken an Außenwänden, da hier große Bauteilvolumina zusammentreffen (geometrische Wärmebrücken). Hier im Bild ist zu erkennen, daß die Kanten kälter sind als die umgebende Wand bzw. Decke. Dies hat hier zu einer Schimmelbildung geführt.

An technischen Geräten können "heiße" Bereiche erkannt werden, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. So sind besondere thermische Belastungsschwerpunkte visuell darstellbar. Das Versagen von Bauteilen an Maschinen kündigt sich oft durch Abgabe vermehrter Reibungshitze an, so dass die Reparaturbedürftigkeit der Bauteile vor dem Versagen durch Thermographie nachgewiesen werden kann. Hier zeigt sich der Bruch einer Schamotte-Ausmauerung in einem Holzofen.

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