Unsere Leistungen im Bereich Fischerei

Leistungen als Sachverständiger für Fischerei.

Gewässer sind gleichzeitig vielen Nutzungen unterworfen. Konflikte bleiben nicht aus und erfordern sachverständigen Rat. Wir bieten Ihnen an: 

  • Chemische Untersuchungen von Wasserproben
  • Biologische Untersuchungen: Makrozoobenthon, Elektrobefischungen (hier ein Link: Film vom Elektro-Fischen mit Streifenelektrode im Edersee .avi- Format, 30 MB)
  • Untersuchung im hyporheischen Interstitial - Revitalisierung von Laichbetten
  • Fischereiwirtschaftliche Gutachten durch Sachverständigen
  • Gutachten in selbstständigen Beweisverfahren vor Gericht und Parteiengutachten
  • Hegepläne, Bewirtschaftungsempfehlungen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
  • Ökologische Bewirtschaftungskonzept für Seen, Fachplanung und Bauleitung bei Gewässerbaumaßnahmen 

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Erläuterungen

Makrozoobenthon: Makroinvertebraten geben Hinweise auf die Gewässergüte (z.B. Saprobien-Index nach DIN 38410 Teil 2), aber auch auf die vorhandene Fischnahrung. Mit ihnen lässt sich die Produktivität des Gewässers bestimmen. 

Hyporheisches Interstitial: Das Kies-Lückensystem stellt einen wichtigen Lebensraum für Fische, Brut und Fischnährtiere dar. Kommt es zu Verschlammungen, fehlen dem Gewässer Reproduktionsräume und Produktionskapazität. Der Fischbestand wird beeinträchtigt. Empfindliche Tierarten verschwinden. Ursachen sind eingetiefte Gewässer, Baumaßnahmen im Gewässer, Regenwasserüberläufe, Neophytenbewuchs, Bodenbearbeitung im Einzugsgebiet und anderes.

Revitalisierung von Laichbetten: Kiesbetten können durch Spülung bis in größere Tiefen von Verschlämmungen befreit werden. Der positive Effekt wurde anschließend über mehr als ein Jahr nachgewiesen. So kann mit einfachen Mitteln die Reproduktion bei Äschen und anderen empfindlichen Kieslaichern unterstützt werden. 

Gutachten: Fische reagieren empfindlich auf ihre Umwelt. Ist es zum Fischsterben gekommen, müssen die Ursachen erforscht, Verursacher festgestellt und Schadensummen bestimmt werden. Selbstständige Beweisverfahren helfen später oft mehr als Parteiengutachten. Bei der Beweissicherung hilft unser "Alarmplan Gewässerschutz".

Hegepläne: Offene Gewässer sollen so bewirtschaftet werden, dass sie einen in Größe, Artenzusammensetzung und Altersaufbau typischen und angepassten Tierbestand aufweisen und nachhaltig beherbergen können. In Hessen sollen zukünftig die Fischereiberechtigten in Hegegemeinschaften, die entsprechend dem Wassereinzugsgebiet gebildet werden sollen, zusammengefaßt werden. Die Hegegemeinschaften werden dann einen Bewirtschaftungsplan (Hegeplan) erstellen, in dem die Bewirtschaftungsvorhaben dargestellt werden. Die entsprechende Verordnung ist zurzeit allerdings noch nicht rechtsgültig, während der Hegeplan nach altem Fischereigesetz nicht mehr in Kraft ist. 

Ökologische Bewirtschaftungskonzepte: Die Wasserqualität in Flussstauen und Stillgewässern hat sich gegenüber früher stark verbessert. Belastungen heute zeichnen sich nicht mehr durch früher typische Eutrophierungserscheinungen aus. Eine weitere Reduzierung der Nährstoff- Einträge ist heute aber auch ungleich schwerer, weil diffuse Einleitungen Einfluss gewonnen haben. Als Ausweg für die Restaurierung belasteter Gewässer bietet sich oftmals die Nahrungskettensteuerung (Biomanipulation) an.

Fachplanung und Bauleitung: Wiederansiedlungsprojekte sind oft deshalb zum Scheitern verurteilt, weil die Längsdurchgängigkeit des Gewässers nicht gegeben ist. Angelvereine möchten ihre Gewässer revitalisieren, Totholz einbauen, Strukturen schaffen, ökologische Verbesserungen herbeiführen. Im Kleinen und Großen sind Fachplanungen und Abstimmungen mit den Behörden vor einer Durchführung erforderlich. 

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