Am 27.03.09 hat der V. Zivilsenat des BGH ein Urteil zur Haftung von Immobilienverkäufern gesprochen, das sich mit Asbestprodukten in der Bausubstanz befaßt.

Die Kläger hatten ein Haus mit einer Außenverkleidung aus Asbestzement erworben und begehrten jetzt Schadenersatz. Wird in einem Vertrag - auch unter Ausschluss der "Gewähr für Fehler und Mängel" - das Vorkommen von Asbest (hier: Asbestzement) nicht beschrieben, solle der Verkäufer in Höhe der Sanierungskosten haften. Die Richter stellten fest, daß übliche Umbaumaßnahmen an dem Gebäude wegen der asbesthaltigen Fassade zu einer Gesundheitsgefährdung führen können. Daher liegt eine erhebliche Einschränkung der Nutzbarkeit vor. Die Entscheidung der Richter des BGH führt zu einer Rückverweisung des Falles an das OLG, dessen Entscheidung in der Sache fehlerhaft sei.

Obwohl Asbest in fest gebundener Form in der Fassadenverkleidung vorliegt, bestehen bei üblichen Umbauarbeiten erhebliche Gesundheitsgefahren. Es liege daher ein Sachmangel vor. Streitwert ist die Höhe der Sanierungskosten.

Die Pressemitteilung hierzu finden Sie hier.